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Temperament zügeln

Wir hatten heute viel Spaß! Obwohl es anfangs nicht mal besonders windig war, konnte Farah kaum stillstehen. Ich durfte ihr nicht einmal den Gurt anlegen, weil sie jedes Mal rückwärts ging und zusehen wollte. Oder gleich von irgendetwas anderem abgelenkt wurde. Also haben wir noch mal von vorne angefangen. Ich nahm mir Farah und den Gurt und zu dritt gingen wir ein bisschen von den anderen weg. In der Hoffnung, dass Farah mir ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken würde.

Dort habe ich den Gurt auf den Boden gelegt, Farahs Strick danebengelegt und sie mit der Hand zum Gurt geführt. Dabei habe ich sie nicht berührt oder gezogen, sonst könnte es sein dass sie sich sträubt und Angst vor dem Gurt bekommt. Ich habe meine Hand immer wieder ganz langsam von ihrem Kopf auf den Gurt zubewegt um ihr zu zeigen, was ich von ihr möchte. Irgendwann folgte sie mir dann und beschnupperte den Gurt. Daraufhin habe ich den Gurt ein bisschen bewegt und ihr gezeigt, dass er völlig ungefährlich ist. Als das kein Problem mehr war, habe ich den Gurt erneut aufgelegt.

Und siehe da: Farah blieb stehen! Und ließ sich den Gurt ganz entspannt umbinden! Geht doch!

Wir sind im Gelände mal wieder ganz hinten gegangen, weil viele schnelle Ponys dabei waren. Also haben wir vor den Galoppstrecken gewartet. Farah hat zwar ziemlich herum gehampelt, blieb aber trotzdem stehen. Als ich ihr nach kurzem Trab erlaubte zu galoppieren, gab es für sie kein Halten mehr! Sie rannte los als wäre der Teufel höchstpersönlich hinter ihr her!

Also habe ich beschlossen, sie bei der letzten Galoppstrecke nur traben zu lassen. Auch das muss sie können! Natürlich war Farah eher weniger begeistert:

„Schnell, Annabelle, wir können los!“
„Ruhig Farah! Wir warten noch!“
„Wir haben genug gewartet! Ich will laufen!!!“
„Farah! Ho Halt!“
„Och Menno, ich will laufen!“
 „Wir gehen im Schritt, Farah! Im Schritt! Was soll das? Von Trab habe ich nichts gesagt! Los, wir drehen eine Volte! Sehr gut! Das machst du toll! Jetzt ganz ruhig weiter im Schritt!“
„Na gut, ich versteh ja schon! Können wir wenigstens traben?“
„Gleich, Farah! Okay, Allez Terab! Aber ruhig! Feine Farah! Sehr gut!“

Nach der hektischen Runde sind wir nach dem Abendessen noch ein bisschen auf die Wiese gegangen. Da war Farah überraschender Weise recht entspannt! Sie hat sich kaum an heranfahrenden Autos oder spukenden Waldgeistern gestört! Manchmal tut es richtig gut einfach nichts zu machen! Deswegen gehen Farah und ich so gerne abends noch grasen! Um den Tag angenehm ausklingen zu lassen!!!

5 Zirkustricks

Bald können Farah und ich im Zirkus auftreten! Die ersten Tricks haben wir schon!

Nummer 1: Liegend auf Farah reiten! Ich habe es heute einfach mal ausprobiert, weil Farah ganz toll auf mich gehört hat und genau das getan, was ich von ihr wollte. Also habe ich mich behutsam auf ihren Rücken gelegt und gewartet, ob sie irgend etwas tun würde. Nichts!!! Lediglich geschaut hat dieses tolle Pony!!! Frei nach dem Motto:

„Was soll das denn jetzt werden? Bist du etwa schon müde? Und was soll diese Hand hier an meinem Bauch? Ist das so richtig? Werden wir ab jetzt immer so reiten?“
„Nein nein, Farah! Nur zum Spaß, ja?“
„Klar, wenn du magst!“

Farah und ihre Zaubergerte. Foto: Annabelle Nummer 2: Farah als Gertenhalter. Eigentlich war es Farahs Idee. Wir sind ja meistens früher fertig als die anderen und warten ein bisschen. Dann habe ich natürlich auch die Gerte schon in der Hand, während wir noch ein bisschen kuscheln. Und einmal nahm Farah ihren Kopf von meiner Schulter, sah mich an und nahm mir die Gerte aus der Hand. Als wolle sie sagen:

„Was hast du denn da? Zeig doch mal her! Kann man das essen? Hm, schmeckt! Ist aber ein bisschen hart!“

Seitdem nimmt sie mir sehr gerne immer wieder die Gerte ab und spielt ein bisschen damit herum. Es sieht aus, als wolle sie zaubern!!!

Das zu fotografieren ist nicht so ganz einfach, denn sobald ich meinen Fotoapparat heraushole wird die Gerte uninteressant und fallen gelassen. Dann hätte Farah viel lieber die Kamera. Vielleicht wird sie ja später mal eine Tierfotografin. Im wahrsten Sinne des Wortes!

Nummer 3: Bei der dritten Galoppstrecke beschloss ich dann spontan, ich könnte ja auch mal versuchen freihändig zu galoppieren. Trab und Galopphilfen kann ich mit den Beinen und meiner Stimme geben, anhalten kann ich sie mit dem Gertentrick und ebenfalls meiner Stimme, die Hände waren also gerade noch frei. So sind wir dann den Berg hinaufgeflogen, Farahs Hufe donnerten über den staubigen Boden, bereit die Natur zu besiegen, wir fegten vorbei… schon kamen die anderen in Sicht! Ein ruhiges „Ho Halt“, ein Stups mit der Gerte, schon stand Farah da, als hätte sie nie etwas anderes gelernt! Fast zu perfekt für diese Welt!!!

Nummer 4: Auf Kommando rückwärtsgehen. Ich nehme lediglich die Zügel nach oben und stupse Farah mit der Gerte gegen die Brust, genau wie beim anhalten. Der einzige Unterschied ist der Befehl: „Zurück!“ Das klappt auf grader Strecke vollkommen optimal! Doch was ich viel bemerkenswerter finde: das klappt sogar, wenn Farah mit ihrer Aufmerksamkeit ganz woanders ist und gerne Gras essen, oder ein Leckerchen abstauben würde! Während die anderen Ponys jeden umrennen, der es wagt das Wort Leckerchen auch nur in den Mund zu nehmen, bleibt Farah ganz ruhig stehen und geht zurück.

„Farah! Geh doch bitte zurück!“
„Aber ich möchte doch auch was zu essen haben!“
„Nicht jetzt, Farah! Du bekommst später etwas! Geh jetzt erst einmal zurück!“
„Na gut, wenn du das sagst“

Nummer 5: Magische Gedankenübertragung. Das mag vielleicht verrückt klingen, ist es vermutlich auch. Aber es funktionierte wirklich! Am Anfang der Galoppstreck musste ich nichts tun, damit Farah wie gewünscht im Schritt blieb. Ich gab Farah die Zeichen zum traben und galoppieren und sie galoppierte schließlich an. Nach der Hälfte der Galoppstrecke wollte ich anhalten. Noch bevor ich Farah irgendetwas gesagt hatte, parierte dieses fabelhafte Pony bereits zum Trab und Schritt durch! Mitten auf der Galoppstrecke!

Das ist soooo toll! Ich kann dazu nur eins sagen: ich liebe dich, meine kleine Farah!!

Grashalmdetektor

Eigentllich hätten wir nach der ganzen Arbeit mal Urlaub verdient. Collage: AnnabelleWir können übrigens auch sehr gut vorgehen. Heute ist Lediglich Lisa als ‚Begleitpony‘ mitgegangen. Aber das stört Farah mittlerweile wenig. Zeitweise waren wir fast einen ganzen Weg voraus, ohne dass Farah unbedingt warten wollte!

Den matschigen Waldweg vor der ersten Galoppstrecke sind wir heute dann mal ein bisschen langsamer gegangen. Gestern ist Farah ziemlich heftig ausgerutscht und ging vorne mit beiden Beinen in die Knie.

„Was machst du da Farah? Willst du beten?“
„Nein, ich dachte ich hätte da unten etwas kleines Grünes aufblitzen sehen. Ein Grashalm vielleicht. Den kann ich doch nicht stehen lassen!!!“
„Na gut, das stimmt natürlich. Aber würde es dir was ausmachen, mich das nächste Mal vorzuwarnen?“
„Dich vorwarnen?! Naja, mal gucken. Wenn du lieb bist!“

Ich glaub, ich besorg mir ein Grashalmsuchgerät. Dann weiß ich, wann Farah auf die Idee kommt, irgendwelche neuen Stunts auszuprobieren, um den Grashalm zu essen.

Auch galoppieren klappt immer besser. Dadurch dass die ‚Raketen‘ zuhause geblieben sind, blieb Farah an jeder Galoppstrecke ganz brav stehen und wartete, bis wir losgingen. Sogar bei der letzten Galoppstrecke hampelte sie nicht herum, sondern wartete geduldig und galoppierte sehr ruhig!

Tralopp à la Farah

Farah Frohes NeuesFarah und ich können nun auch vorgehen! Egal, ob im Schritt, Trab, Tralopp oder Galopp. Tralopp? Nie gehört? Sagen wir’s so, wenn Farah sich nicht genau entscheiden kann, was sie möchte, bzw. wenn ich gerne galoppieren, Farah aber nur traben möchte, dann kommt Tralopp heraus. Mit den Vorderhufen ist Farah also galoppiert, mit den Hinterhufen getrabt. Das fühlt sich ziemlich lustig an. Ich hatte das Gefühl, Farahs Hintern hätte sich selbstständig gemacht. Naja, ist ja auch langweilig immer den Vorderbeinen nachzulaufen!

Nachdem Yvonne gestern noch einmal mitgekommen ist, haben wir auch das Rückwärtsgang-Problem vorerst gelöst. Vermutlich war Farah einfach nur aufgeregt, vielleicht wegen dem Wind, vielleicht hat sie die anderen nicht mehr gesehen, vielleicht war auch ein Farahgeist unterwegs. Wer weiß das schon immer so genau.

Nachdem wir die letzte Galoppstrecke als Erste und in vollem Galopp bewältigt hatten, ließ ich Farah zur Belohnung ein bisschen Gras essen. Plötzlich drehte sie sich um und rannte los!! Schnell nahm ich die Zügel wieder auf und hielt sie mit dem Gertentrick an.

„Was sollte das, Farah??“
Ich wollte nur mal gucken, was dahinten ist!
„Ach ja? Und deine Augen funktionieren wohl nur im Galopp?“
Nene, aber wenn ich so weit weg stehe, sehe ich doch nichts! 

So ein verrücktes Huhn! Ich glaube, sie braucht eine Brille! Manchmal überrascht sie mich immer noch mit ihren ausgefallenen Ideen!

Farahs und Annabelles Tagebuch 2013

Farah einzureiten war ein langer Weg zum Erfolg. Wie es Farah und mir (Annabelle) dabei 2013 ergangen ist, könnt Ihr hier nachlesen. Die neusten Erlebnisse stehen direkt hier oben. Das Tagebuch liest sich also quasi rückwärts. Viel Spaß!

29.12.2013

Foto: AnnabelleSo, heute haben wir den Rückwärtsgang entdeckt. Das mit dem Einparken funktioniert noch nicht ganz optimal weil die Steuerung hin und wieder versagt.

Nachdem das Laufen  absolut kein Problem mehr für uns darstellt arbeiten wir nun an den Feinheiten. Heute widmeten wir uns der Frage: „Muss ich wirklich stehen bleiben, wenn Annabelle mich anhält? Das sollte doch wohl herauszufinden sein. Was passiert denn wohl, wenn ich einfach mal rückwärts gehe?“

„Farah?! Was wird das denn jetzt?! Geh mal schön wieder nach vorne.“
„Ach, jetzt soll ich nach vorne? Okay, dann geh ich mal.“
„Hoh Halt, Farah!“
„Nene du, warte mal! Ich wollte doch ans Gras! Ich kann doch jetzt nicht hier mitten auf dem Weg stehen bleiben!!“
„Steh, Farah!“
„Warte, ich weiß was. Ich bewege mich kaum, dann merkt sie auch nichts!“

Seitwärts trippelnd bewegt Farah sich auf den bewachsenen Wegrand zu.

„Rühr mich nicht vom Fleck, rühr mich nicht vom Fleck…“
„Farah, könntest du dich jetzt bitte mal ruhig hinstellen?“
„Aber warum denn? Das ist doch langweilig! Willst du Standreiten machen, oder was?! Ach guck mal, was für ein Zufall! Die anderen gehen weiter! Schnell, hinterher! Da kommt schon die letzte Galoppstrecke! Lass uns Vollgas geben!“
„Nein Farah! Wir gehen im Schritt!“
„Ach so? Na gut“
„Gut gemacht Farah! Das ist toll! Dann lass uns langsam antraben… sehr schön!“
„Galopp? Galopp?!“
„Klar Farah! Schieß los!“
„Jippie!!!“

Also, das  mit dem Stehen bleiben üben wir dann wohl noch mal, aber im Laufen hört Farah einfach fantastisch!

28.12.2013

Farah fertig zum AusrittWir sind heute durch den Wald geflogen! Farah hat ein Wettrennen mit dem Wind veranstaltet!!!

Nachdem sie bei den ersten drei Galoppstrecken sehr gesittet gelaufen ist und genau das getan hat, was ich von ihr wollte, ging dann am Ende ihr Temperament mit ihr durch. Da hat sie mir sehr deutlich gezeigt, dass sie nun gerne lospreschen würde.

„Guck mal, Annabelle! Die anderen galoppieren schon! Und so schnell! ich will mit!“
„Nene, Farah, du kennst das ja. Erst warten wir und dann gehen wir langsam los.“
„Du hast aber mitbekommen, dass ich laufen will? War nur ein Angebot. Wenn du warten willst, warten wir halt.“
„Wow, Farah! Das machst du richtig gut! Die Bahn ist frei, dann trab mal langsam an! Allez Terab!“
„So gut?“
„Ja! Super Farah! So ist es gut! Dann lass uns galoppieren!“
„Jippie! Bahn frei, wir kommen!!! … Ach ähm, sag mal, wollen wir direkt weiter zur Rennbahn? Bin grad so gut in Schwung!“
„Ne Farah, heute noch nicht! Ho Halt!“

Ich bin wirklich fasziniert! Farah besitzt so viel Kraft und könnte einfach losrennen, ohne dass ich auch nur den Hauch einer Chance hätte sie zurückzuhalten. Trotzdem ordnet sie diese ganze Kraft einem winzigen Gertentippen oder Wort meinerseits unter! Und gibt mir das Gefühl sie auch bei vollem Galopp völlig unter Kontrolle zu haben! Sobald ich ihr signalisiere, dass ich anhalten möchte indem ich sie vorne antippe, bleibt sie stehen!  Toll!!!!

23.12.2013 

Der Ausritt war heute sehr lustig. Farah hat nämlich begonnen ein bisschen herumzuprobieren, was sie alles kann und darf. An der zweiten Galoppstrecke sind wir ganz gemütlich galoppiert, als Farah beschloss, dass sie Billi gerne einholen würde. Sie gab also ziemlich Gas, trotzdem lief sie nicht unkontrolliert. Ich wusste die ganze Zeit, dass sie anhalten würde, wenn ich das von ihr verlangen würde.

Wenn Farah galoppiert oder auch trabt wechselt sie sehr häufig das Tempo. So untersucht sie, wie sie mit mir laufen kann und was angemessen ist. Bei der letzten Galoppstrecke fing sie auch an zu Buckeln. Das darf sie natürlich nicht. Also habe ich sie wieder hochgezogen und ihr so klargemacht, dass dieses Verhalten gerade unangemessen ist.

Ich weiß nicht so genau, wovor sie sich daraufhin erschreckt hat, auf alle Fälle sprang sie nach vorne und preschte los. In diesem Moment war ich mir zum allerersten Mal unsicher, ob sie noch auf meine Hilfen hören würde. Also habe ich versucht, sie mit dem Gertentrick anzuhalten und es funktionierte! Wir können also auch problemlos schneller galoppieren!

In nächster Zeit wird Farah wohl sehr viel ausprobieren. Ob sie buckeln, steigen oder herumspringen darf, ob sie lospreschen oder wie schnell sie überhaupt galoppieren darf, ob sie immer so genau auf dem Weg bleiben muss oder auch mal ein bisschen auf Abenteuerreise gehen darf oder ob ich mich überhaupt durchsetzen kann, wenn sie mal etwas anderes möchte als ich. Oder ob es dann nicht viel einfacher ist, mich abzuschmeißen und alleine weiterzulaufen.

Auch wenn Farah nun reitbar ist, heißt das also noch lange nicht, dass sie schon eingeritten ist! Ich glaube wir werden noch sehr sehr viel Spaß miteinander haben!!!

22.12.2013

Nach unserem tollen Ausritt gestern haben wir heute noch mal eine Schippe draufgelegt! Wir sind galoppiert! Zum ersten Mal in unserer gemeinsamen Reitgeschichte!

Sam ist mit Svana vorgetrabt, ich bin mit Farah in einigen Metern Abstand ebenfalls getrabt. Farah war total lieb und hat auf meine Zügelhilfen ganz vorsichtig reagiert, sodass ich mir dachte, wir könnten auch mal versuchen zu galoppieren! Gesagt getan, leichter Schenkeldruck reichte aus, schon fiel Farah in einen gemütlichen Galopp! Ohne loszupreschen oder sonstige Faxen zu machen. Cool!!!  Als ich sie am Ende der Galoppstrecke überschwänglich lobte schaute sie mich nur an, als wolle sie sagen:

„Was hast du denn erwartet?! Dass ich jetzt mit einem doppelten Rückwärtssalto durch die Bäume springe? Ist doch wohl selbstverständlich!“

Bei der dritten Galoppstrecke habe ich dann ausprobiert, ob ich Farah auch aus dem Galopp anhalten kann, während Svana weiterläuft. Es funktioniert! Dank der Gerte, mit der ich Farah einfach und schnell deutlich machen kann, was ich möchte!

Bei der letzten Galoppstrecke, auf der Farah gerne mal ein bisschen herumspringt ist dieses tolle Pony nur minimal herumgesprungen! Danach ging es im schnellen entspannten Galopp weiter! Jetzt haben wir endlich ein Reitpony!!!

21.12.2013

Ich erwarte ja von vielen ein Weihnachtsgeschenk. Aber von einem Pony? Das ist ja wohl unmöglich! Dachte ich. Aber Farah, dieses kleine Superpony macht das Unmögliche möglich! Ohne viele Worte machte sie mir heute eines der schönsten Geschenke überhaupt!

Wir sind ganz alleine die kleine Runde mitgeritten! Yvonne hatte keine Zeit zum mitgehen, meinte aber, wir sollten einfach mal versuchen zu reiten. Zur Not könnte ich ja immer noch absteigen. Das  war aber gar nicht nötig! Farah war soo lieb und hat richtig gut gehört! Sie ging zwar immer wieder in den Wald und suchte etwas zu fressen, ließ sich aber auch problemlos wieder hinaus lenken!

Bei den Galoppstrecken sind wir einfach im Schritt weitergegangen. Dass die anderen Ponys lospreschten wie die Irren hat Farah kaum gestört. Sie signalisierte mir auch, dass sie gerne laufen würde, trotzdem ging sie weiterhin Schritt und wurde kein bisschen hektisch. Wir sind sogar getrabt! Farah hat sich super durch parieren lassen und mir gezeigt, dass ich mich absolut auf sie verlassen kann! Nicht einmal der Jogger, der von hinten kam und Farah erschreckte konnte sie ernsthaft aus der Ruhe bringen. Zwar sprang sie nach vorne, blieb aber sofort wieder stehen und sah den Jogger an.

Die letzte Galoppstrecke bin ich zu Belohnung mit ihr gelaufen. Als wir angaloppieren wollten fing Farah an herumzuspringen und zu steigen. Sie meinte wohl, wenn ich nicht reite gibt es keine Regeln mehr. Ich habe sie dann allerdings eines Besseren belehrt und sie wieder durch pariert. Daraufhin galoppierte sie wie eine Eins!

Ab jetzt können wir also auch alleine mitreiten!

Vom ängstlichen Wildpferd zum ausgeglichenen Verlasspony… Diesem Ziel sind wir an Farahs einjährigem Jubiläum ein Stück näher gekommen! Am 21.12.2012 kam Farah uneingeritten zu Angelika, sie kannte nichts und erschrak vor jedem Blatt. Heute am 21.12.2013 ist Farah ganz entspannt und lässt sich bereits alleine im Gelände reiten! Wenn das mal kein Erfolg ist.

15.12.2013 

Wir sind heute mal wieder ein bisschen spazieren gegangen. Um gleichzeitig auch noch lenken zu üben habe ich Farah Pauls Trense angezogen und ihr die Zügel über den Hals gelegt. Wenn ich nun von einer Seite gezogen habe, legte sich der eine Zügel ganz automatisch an ihren Hals und der andere führte sie zu mir. So haben wir uns dann ein paar Mal im Kreis gedreht, bis uns schließlich ganz schwindelig war und Farah verstanden hatte, was ich von ihr wollte.

Beim Spazieren habe ich Farah frei neben mir laufenlassen. Sie hat wirklich super gut gehört, sobald ich sie mit der Gerte angetippt habe und „Ho Halt“ gesagt habe, ist sie stehen geblieben. Auch Traben funktionierte super! Bei „Allez Terab“ begann Farah zu traben und passte sich dabei meinem Tempo an. Um sie wieder durchzuparieren verwende ich einfach den altbekannten Trick mit der Gerte und „Ho Halt“.

Bei den Galoppstrecken haben wir richtig Gas gegeben! Farah wäre wohl am liebsten noch viel schneller gerannt, aber sie ist ganz lieb neben mir geblieben und so galoppiert, dass auch ich rennen konnte ohne Angst um meine Füße zu haben!

14.12.2013

Farah Zaun

Heute mal aus Farahs Sicht:

Na, da kommt sie ja endlich! Ich stehe hier schon seit einer halben Stunde und warte und warte und warte… Ob sie wohl noch ein bisschen Zeit zum Kuscheln hat? Endlich aufgehalftert! Jetzt aber schnell! Oh, Mist, da ist ja noch ein Tor im Weg! Dem hab ich schon mal gesagt, es solle sich aus dem Staub machen.

„HO HALT, Farah!“
Oh, stehen bleiben! Jaa, ich verstehe dich! Toll, oder? Aber warum gehst du denn jetzt? Warte, ich will mit!
„Farah, ich habe nur eine Bürste geholt! Bleib stehen!“
Okay? Ach ja, das tut gut! Könntest du am Rücken noch ein bisschen kräftiger putzen? Da juckt es grade! So ist guut!!

Was wird das denn jetzt? Mein Gurt? Hey, das kitzelt am Bauch!
„Farah! Bleib doch mal bitte stehen! Fuß wieder vor… So ist’s gut!“
Nicht! Du kitzelst!
„Farah!“
Jaja… ich bleib schon stehen! Was kommt jetzt? Ach so, die Trense. Ja, die kenne ich. Die ist ungefährlich. Fertig? Na endlich! Schnell zur Aufstiegshilfe! Sitzt du gut da oben? Können wir jetzt mal langsam los?

Oh, warte! Zügelsignal! Leichter Zug zur rechten Seite? Was war das denn noch mal? Egal, erst mal nachgeben und Kopf drehen.
„Super Farah! Das ist toll!“
Ach okay? War wohl richtig! Cool! Leichter Druck am Bauch? Ich weiß was das heißt! Ich soll losgehen! Am besten immer der Nase nach, also nach rechts!
„Feine Farah! Toll machst du das!“

Da steht ja auch Yvonne schon! Dann kann‘s ja losgehen. Ach ne, Svana braucht noch ‘nen Moment. Ihr fehlt noch ein Reiter! Was liegt da vorne eigentlich so blöd in der Gegend rum? Schläft der Baum etwa? Oder warum ist er umgefallen! Ist das gefährlich? Yvonne? Sag doch was! Muss ich Angst haben?
„Alles gut Farah!“
Echt? Okay… Aber ich bin trotzdem lieber ein bisschen vorsichtig. Man kann ja nie wissen… Vielleicht wacht der Baum auf… Und greift uns an…

Moment mal! Warum biegen Manni und Rocky denn jetzt ab? Ich will mit! Wartet doch! Was? Ich darf nicht mit? Ich soll hier lang gehen? Warum denn? Nee, ich will nicht! Ich will zu meinen Freunden! Was soll das?!
„Wir sind doch noch da, Farah! Du bist gar nicht alleine. Du musst nicht schreien!“
Ach so. Gut. Das ist ja die erste Galoppstrecke! Das ist wichtiger! Ich will laufen! Los Yvonne! Trab! Yippie! Oh, was war das? Ein Stups von der Gerte an meiner Schulter? Was macht die denn da?
„Ho Halt!“
Ach ja, das hieß ja durchparieren! Wird gemacht!

Wisst ihr, was ich herausgefunden habe? Ihr glaubt es nicht! Aber so wie ich Annabelle verstanden habe soll ich nach links gehen, wenn sie den Zügel nach links hält und wenn sie ihn nach rechts hält nach rechts! Ich hab das auch grade mal ein bisschen ausprobiert und wurde immer gelobt! Also muss es stimmen!

Da kommt ja schon die letzte Galoppstrecke! Annabelle steigt ab, ich glaube wir dürfen laufen! Schnell! Schnell!
„Warte Farah! Ich sage wann wir losgehen! … So, komm, Allez Terab!“
Auf geht’s! Schneller! Galopp! Wir fliegen! Yippie!
„Ho Halt!“
Was, schon vorbei? Schade.

Was war das?! Da kommt wer? Das sind Manni und Rocky! In wildem Galopp! Ihr seid wieder da! Cool!! Willst du noch mal aufsteigen? Kein Problem! Lass und nach Hause reiten! 

10.12.2013

Farah hat jetzt einen neuen Spitznamen: „Karate Kid“! Dazu später mehr, ich fange am besten vorne an.

Wir sind heute die kleine Runde mitgegangen und haben ein bisschen Lenken geübt. Da Yvonne leider nicht da war haben wir das ohne Reiten gemacht, ich bin einfach normal mit ihr gelaufen, hatte sie aber an den Zügeln und konnte ihr so immer wieder kleine Signale geben, ob ich nun nach rechts oder links wollte. Das hat sogar richtig gut geklappt! Sobald Farah den leichten Zug verspürt hat, hat sie den Kopf in meine Richtung geneigt und ist zu mir gekommen! Anscheinend versteht sie mich leichter, wenn ich neben ihr stehe.

Auch das Galoppieren hat heute super geklappt! Farah hat mich heute kaum abgedrängt, sie ist wunderschön mit einer Armlänge Abstand gelaufen! Wenn sie nicht auf meinen Füßen steht bin ich auch viel schneller! Erst auf der letzen Galoppstrecke ging dann die Geschwindigkeit mit ihr durch! Da wollte sie dann mal so richtig Gas geben. Leider hing ich ja noch am anderen Ende der Zügel dran, sodass sie sich zu mir herumdrehte und mich ansah als wolle sie sagen:

„Lass doch mal los, damit ich laufen kann!!!“
„Nene Farah, das wird heute nichts.“
„Hmm, dann lauf wenigstens schneller!“
„Du müsstest bitte schon bei mir bleiben, Farah!“
„Na gut…“

Mit dem Jagdgalopp müssen wir leider noch warten, bis ich Farah alleine reiten kann… Aber dann machen wir den Wald unsicher! Dann gibt es kein Halten mehr!

Ihren neuen Spitznamen bekam Farah nach dem Abendessen. Wir waren noch ein bisschen auf der Wiese, als ein großer roter Eimer über den Hof flitzte! Farah ist in die Luft gesprungen wie ein Karate-Kämpfer! Bereit zum Angriff! Der Spuk hat sich dann aber schnell aufgeklärt. Nicole hat den Eimer begleitet, nur sah man sie nicht, weil sie sehr dunkel gekleidet war. Puh, noch mal Glück gehabt, Karate Kid!

1.12.2013

Ich bin heute ganz alleine aufgestiegen und mit Farah zu Yvonne hinüber geritten! Das mit dem Lenken ist zwar immer noch nicht optimal, aber es bessert sich. Immerhin können wir nun schon ohne Hilfe losreiten!

Während die Ponys noch zum Ausreiten fertig gemacht wurden, haben wir also noch ein bisschen lenken geübt. Dazu ist Yvonne einige Meter von Farah weggegangen und wir sollten dann zu ihr reiten. Nach einigen Versuchen klappte das auch ganz gut, solange niemand anderes in der Nähe war. Denn dann wollte Farah einfach zu dem, der ihr gerade am nächsten stand. Wir sollten wohl noch ein bisschen mehr üben!

Die dritte und vierte Galoppstrecke sind wir hochgerannt. Dabei habe ich Farah an den Zügeln geführt, um sie daran zu gewöhnen, dass sie auch über das Gebiss Informationen bekommen kann. Es klappte sehr gut und wir konnten die ganze Strecke im Galopp laufen, ohne dass Farah sich gegen das Gebiss gesträubt hat!

29.11.2013

Rechts, links, vor, zurück – nicht einfach zu verstehen, was so ein Reiter von einem will. Foto: AnnabelleWir können anhalten!!! Und weitergehen! Und Farah hat sich heute fast gar nicht aufgeregt! Tolle Leistung, kleines Pony!!!

Farah und ich waren heute mal wieder auf dem Platz. Um mit Yvonne zusammen ein paar Grundlagen zu ‚installieren‘. Zum Beispiel Lenken, Anhalten und Weitergehen. Damit Farah nicht ganz so alleine ist sind Milena und Manni mitgekommen. Und es hat gewirkt! Farah hat kaum geschrien, nur als die anderen Ponys in den Wald gingen. Aber das ist okay, schließlich ist es ihre Herde. Ansonsten fühlte sie sich auch mit uns sehr wohl. Sie folgte Yvonne auf Schritt und Tritt und hat gar nicht verstanden, warum ich sie auf einmal von ihr weglenken wollte. „Ich sollte doch sonst immer hinterherlaufen?! Was wird das denn jetzt?!“

Also haben wir uns ebendies zu Nutze gemacht und Yvonne ist fleißig vorgerannt. Ich bin auf Farah hinterher geritten und habe die wilden Schlangenlinien mitgelenkt. So sollte Farah langsam verstehen, was die einzelnen Zeichen mit den Zügeln bedeuten. Und da Yvonne grade schon mal vor Farah war haben wir auch direkt alleine anhalten geübt. Es klappte erstaunlich gut!

Ich habe die Zügel leicht angehoben und sie vorne mit der Gerte angetippt. Und Farah hat mittlerweile verstanden, was ich von ihr möchte, wenn ich sie antippe und blieb sofort stehen! Sogar als sie am Ende zum Tor gelaufen ist und schon zu überlegen schien, wie viel Anlauf sie wohl braucht, um dadurch zu kommen. Ich habe sie angetippt, „HO HALT“ gesagt und das tolle Pony blieb stehen!

Das mit dem Losgehen mussten wir erst noch ein paar Mal üben, bis es geklappt hat. Es ist für Farah einfacher zu verstehen, was ich möchte, wenn ich meine Beine gleichmäßig gegen ihren Bauch drücke und sie nicht mehrmals hintereinander berühre. Trotzdem hat Farah sich erst ein paar Mal zu mir umgedreht und dieses seltsame Gebilde, das man gewöhnlich Fuß nennt, angeschaut.

Als wolle sie sagen: „He, Annabelle! Dieses seltsame Ding berührt mich! Pass mal ein bisschen besser auf!“

Dann musste ich ihr begreiflich machen: „Nein  Farah, das ist nicht gefährlich! Das zeigt dir nur, dass du jetzt bitte losgehen sollst!“

„Ach so, das ist also nicht gefährlich, ja? Na, dann will ich dir das mal glauben. Losgehen soll ich, sagtest du? Nee, da hab ich jetzt aber keinen Bock drauf!!!“

„Farah?! Ich möchte, dass du losgehst! Ich bin der Chef!“

„Ähm… sicher?“

„Ja Farah! Sicher! Geh bitte los!“

„Na, okay… wenn du das möchtest…“

Ihr seht schon. Es dauerte manchmal ein bisschen, bis Farah losgegangen ist. Aber mit jedem Mal Üben führten wir diese Diskussion ein kleines bisschen kürzer, bis Farah am Ende direkt auf den leichten Druck reagierte! Sie lernt wirklich schnell! Und das mit dem Lenken bekommen wir auch noch hin!!!

26.11.2013

Geisterstunde: Farah stehen die Haare zu Berge. Foto: AnnabelleSo, in diesem Bericht erfahrt ihr alles über mörderische Trecker und Wasserschläuche, über unsichtbare Farahgespenste und mysteriöse Lenkversuche.

Ich war gerade dabei Farah ein bisschen zu putzen und ausgehfertig zu machen, als plötzlich, wie aus dem Nichts Alfred mit dem Trecker auftauchte und Farah erschreckte! In Anbetracht der Tatsache, dass so ein Trecker ja wahrlich gruselig aussehen kann, blieb Farah erstaunlich ruhig, ist zwar ein bisschen zurückgegangen und hat sich leicht hektisch nach Fluchtmöglichkeiten umgesehen, hat mich aber nicht über den Haufen gerannt und ist auch nicht gestiegen. Ich bin stolz auf sie!

Als wir uns wieder positioniert hatten und mit unseren Putz- und Kuscheleinheiten fortfahren wollten, schlängelte sich auf einmal ein langes gelbes Monster hinter Farah über den Hof! Und als sei diese erschreckende Tatsache nicht genug, packt Angelika eben dieses Monster auch noch, schleudert das sich windende Ungeheuer herum und schlägt es mit einem Knall auf den Boden! Farah ist erschrocken zur Seite gehüpft und hat besorgt das seltsame Wesen auf dem kalten Steinboden begutachtet. Aber jede Hilfe kam zu spät. Der Wasserschlauch war sofort tot.

Endlich konnten wir losziehen in den Wald. Vorne gingen ein paar Ponys, dann kamen Farah und ich in Begleitung des Billy-Hundes, und zum Schluss kamen Angelika und Laika, um alle unterwegs verlorenen Ponys und Kinder wieder aufzusammeln. Sie hatten aber nicht so viel zu tun, weshalb Laika schließlich Billy aufgesammelt hat, wann immer er stehen geblieben ist.

Nun wollten Farah und ich natürlich lenken üben. Also, zumindest ich wollte. Immer wieder habe ich dazu den einen Zügel an ihren Hals gelegt und den anderen von ihr weg gehalten um sie in die richtige Richtung zu lotsen. Der Erfolg war eher mäßig. Entweder weiß Farah nicht, was ich möchte oder sie hat einfach keinen Bock. Ich tippe eher auf letzteres, da es auf der linken Seite wesentlich besser funktioniert und Farah meist lediglich auf der rechten Seite mit dem Kopf schlägt. Wir sollten wohl noch etwas üben!

Bei der letzten Galoppstrecke, wir wollten gerade richtig Gas geben, da springt auf einmal ein Farahgespenst aus dem Wald! Farah hat sich natürlich sehr erschrocken und ist nach vorne gesprungen, hat sich aber freundlicherweise von mir beruhigen lassen! Danach wollte sie nur noch auf den Arm, ist ja verständlich, sie ist ja noch sehr jung! Zum Glück haben wir es ohne weitere Unfälle zurück zum Hof geschafft!!! Das nächste Mal brauchen wir unbedingt eine größere Leibgarde!!!

21.11.2013

Wir waren heute wieder im dunklen, dunklen Wald!!! Ausgerüstet mit Pauls Trense wollten wir ein wenig lenken üben. Soweit wir das beurteilen konnten mochte Farah dieses Gebiss lieber als ihr anderes. Was nicht bedeutete, dass sie wesentlich besser hörte… Aber das kriegen wir auch noch hin!

Dafür funktioniert das Anhalten und Weitergehen immer besser. Durch die Gerte, mit der ich Farah antippen kann, habe ich viel besseren Kontakt zu ihr und kann ihr besser sagen, was ich möchte. Außerdem gewöhne ich sie auch schon zu Fuß daran beim Anstupsen stehen zu bleiben!

Die letzten beiden Galoppstrecken sind wir zusammen gelaufen. Farah war angesichts der Dunkelheit zwar nicht sehr schnell, dafür aber vorsichtig, was mir auch sehr gut gefällt. Denn auch ich weiß nicht immer, ob da nun ein wackeliger Stein oder ein Ast im Weg liegt. Gut, dass Farah da auf mich aufpasst!!!

17.11.2013

Wir sind alleine geritten! Auf dem Platz, hinter Svana, aber alleine! Es war noch nicht so ganz einfach mit dem Lenken und Anhalten. Es hing immer ein bisschen davon ab, ob Farah gerade Lust hatte oder nicht. Denn wenn sie möchte, hört sie schon sehr gut auf den leichten Zug am Zügel und die Hilfe mit dem Bein. Es passiert aber auch ab und zu, dass vorbeikommende Pferde, Hunde und Menschen viel interessanter sind, dass Farah lieber bei Yvonne auf den Arm möchte oder einfach zum Ausgang geht, um die Stunde zu beenden. Wenn ich dann den einen Zügel nach rechts halte und den anderen an ihren Hals lege, fängt sie an mit dem Kopf zu schlagen und sich gegen den leichten Duck zu wehren. Dann soll ich die Zügel locker lassen, damit sie nicht meint, buckeln zu müssen oder reiten mit Stress in Verbindung bringt. Damit ich trotzdem eine Chance habe, Farah nach meinem Wunsch zu lenken müssen wir noch ganz viel üben! Immerhin: das Anreiten funktioniert schon ganz gut. Und Farah hat sich heute nicht aufgeregt und nur zweimal geschrien!!! Dafür, dass wir nur mit Svana auf dem Platz waren, schon mal sehr gut!!!

14.11.2013

Farah bekommt eine Hilfe mit der Gerte. Foto: AnnabelleAls wir heute endlich losgeritten sind, war es schon dämmrig. Sehr gefährlich. Zumindest für so eine arme, wehrlose Farah. Jedenfalls schien sie ziemlich verwirrt und wusste nicht so genau, was sie mit der Dunkelheit anfangen sollte. Denn sobald sie weniger sehen kann, hört sie natürlich umso besser und dann können selbst kleine Waldgeräusche sehr beängstigend wirken. Zwei Mal hat sie sich so erschrocken, dass sie weggesprungen ist, aber freundlicherweise so, dass ich drauf geblieben bin.

Das mit dem Anhalten müssen wir noch ein bisschen weiter optimieren, denn Farah hält momentan nur an, wenn jemand neben ihr steht und sie dazu auffordert. Wenn Yvonne weiter hinten geht und ich versuche sie anzuhalten reagiert sie bisher nur ab und zu. Aber sie wird immerhin langsamer. Ist ja schon mal die richtige Tendenz!!!

Die letzten beiden Galoppstrecken sind wir dann gelaufen, aber Farah wollte lieber auf den Arm, weil es schon so dunkel war. Mit Farah auf dem Arm kann ich aber schlecht galoppieren, das ist mir dann doch zu ein bisschen zu schwer. Also sind wir nur ein bisschen durch die gespenstische Dunkelheit getrabt. War aber auch gut!!!

9.11.2013

Nachdem wir vorgestern gemerkt hatten, dass das mit dem Anhalten noch nicht so ganz funktioniert, sind wir heute mal wieder zu Fuß mitgegangen. Am Anfang, bis zur ersten Galoppstrecke, war Farah ein bisschen seltsam drauf. Sie hat sich mehrmals vor irgendetwas erschrocken und lief auch zwischendurch sehr schnell und unausgeruht. Es war ein bisschen, als hätte ich ein ganz junges Pony an der Hand, das unbedingt laufen möchte, aber im Wald ziemlich unsicher ist.

Nach der ersten Galoppstrecke war dann aber alles gut, sie lief gelassen wie immer und reagierte sehr gut auf das Anhalten mit der Gerte. Zwar wollte sie noch immer schnell rennen, blieb aber die ganze Zeit über eingestellt, sodass ich keine Mühe hatte sie zu halten!!! Ich konnte sie sogar am langen Zügel galoppieren lassen, weil sie freiwillig neben mir geblieben ist!!!

Bei der vierten Galoppstrecke fing sie dann noch mal an herumzuspringen, wovor auch immer sie sich erschrocken hat. Immerhin ließ sie sich problemlos halten, was ja auch schon mal einiges Wert ist!!!

7.11.2013

Mein Engel Farah. Collage: AnnabelleHeute waren wir bei wunderschönem Regenwetter nur mit Svana und Angelika als Begleitung im Wald. Alle anderen Reitschüler hatten abgesagt, aber das machte uns gar nichts – im Gegenteil. So konnten wir endlich mal in Ruhe Lenken, Anhalten und Weitergehen üben.

Lenken funktioniert mittlerweile schon ganz gut, Anhalten müssen wir definitiv noch üben! Farah orientiert sich sehr stark an der führenden Person, weil sie es so gelernt hat. Nun versuche ich ihr beizubringen, auch auf einen Stups mit der Gerte an der Brust zu reagieren. Von unten funktioniert das einwandfrei, aber sobald Yvonne Farah losließ reagierte sie eher weniger auf das Anstupsen.

Unterwegs haben wir einen freundlichen Herrn getroffen, der leider seinen Schirm nicht zumachen wollte. Also bin ich sicherheitshalber abgestiegen. Farah hat sich aber kaum aufgeregt!!! Auch als auf dem Hof ein Auto ohne jede Vorwarnung geblinkt hat, ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen!!! Früher wäre sie bei derart gefährlichen Dingen mit einem dreifachen Überschlag auf den nächsten Baum geflüchtet! Aber nun… selbst die Pfützen im Wald sind gefährlicher als der unbekannte Trecker! Man muss halt Prioritäten setzen!

1.11.2013

Farah und ichEndlich konnten wir wieder ins Gelände!! Ich bin sogar ein Stück alleine geritten!!! Farah ist ganz toll und locker gelaufen, und hat sich schnell an die Trense gewöhnt. Anfangs kaute sie noch ein bisschen verwundert darauf herum, aber das hat sich schnell gelegt. Bereits auf dem Hof haben wir lenken mit der Trense geübt. Dazu habe ich den entsprechenden Zügel ohne zu ziehen von Farah weggehalten, um ihr den Weg zu zeigen. Der andere Zügel lag derweil an ihrem Hals, um die Forderung des anderen zu unterstützen.

Auch Anhalten und Weitergehen haben wir geübt. Um anzuhalten habe ich die Zügel nach oben genommen, zum Weitergehen locker nach unten hängen lassen. Mit leichtem Schenkeldruck und den entsprechenden Worten hat Farah sehr schnell verstanden, was ich von ihr wollte!!! Dafür, dass sie nun seit drei Wochen nicht mehr gelaufen ist, war sie sehr entspannt.

In der zweiten Runde sind wir mitgelaufen. Farah wollte unbedingt galoppieren und hat schon im Schritt so stark gezogen, dass wir immer wieder anhalten und rückwärts gehen mussten. So habe ich versucht, sie wieder auf mich zu konzentrieren. Außerdem habe ich sie schon im Schritt so lange stark eingestellt, bis sie von sich aus zu mir kam. Dann war ich mir sicher, sie halten zu können, und wir sind getrabt und auch galoppiert.

Sie ist richtig toll galoppiert!!! Den Kopf hatte sie die ganze Zeit zu mir gebeugt und lief schnell aber eingestellt, sodass ich sie problemlos halten konnte!!! Es war also auch dringend mal wieder nötig mit ihr zu laufen. Und Spaß macht es mit Farah sowieso immer!!!

31.10.2013

Farah ist so süß wie ein Berliner Schokoladenbär. Collage: AnnabelleHeute wollten wir mit auf den Platz gehen und ein bisschen reiten. Wurde aber nichts. Weil Farah ein bisschen zu ungeduldig war und nicht länger warten wollte. Um das zu demonstrieren schlug sie mit ihrem Huf vor das Tor. Leider hatte sie das neue Hufeisen nicht mit eingerechnet und blieb im Zaun hängen. Dank der spontanen Rettungsaktion war Farah zwar bald wieder befreit, das neue Hufeisen hatte sich jedoch halb gelöst und musste wieder befestigt werden.

Nach langer Suche gelang es Yvonne, einen Hufschmied zu finden, der noch am Nachmittag kommen konnte. Für Farah und mich gab es so nur noch eins zu tun: Kuscheln!!! Ist aber ohnehin eine unserer Lieblingsbeschäftigungen, so war das nicht schlimm. Ich liebe es, wenn Farah zu mir kommt und sich an mich lehnt, den Kopf in meinen Armen!!! Dann habe ich das Gefühl, dass sie mich liebt und mir vertraut!!! Und ich liebe sie ebenso doll, vielleicht noch ein bisschen mehr zurück!!!

30.10.2013

Farah hat jetzt wunderschöne neue Hufeisen. Der Schmied war heute da und meinte direkt, sie bräuchte dringend Eisen. Farah war total aufgeregt und verwirrt von dem vielen Rauch und ist ein bisschen herumgesprungen. Dafür, dass sie zum ersten Mal Eisen bekommen hat, war sie aber sehr entspannt.

Immer wenn der Schmied kam, um das Eisen anzupassen lief sie erst rückwärts und kuschelte sich dann mit dem Kopf bei mir ein!!! Total süß!! Ich habe sie fest in den Arm genommen und sie natürlich vor dem großen rauchenden Ungeheurer beschützt!!!

Danach waren wir noch ein bisschen auf der Weide. Als kleine Belohnung. Sie lief zwar noch ein bisschen vorsichtig über die Steine, aber schon wesentlich lockerer, als ohne Eisen!

27.10.2013 

Farah QuadrigaFarah und ich waren mal wieder ein bisschen auf der Wiese. Grasen, Streicheln und Kuscheln standen auf dem Programm. Außerdem ein paar kleinere Übungen wie innen kreuzen, auf Kommando anhalten, stehen bleiben und weitergehen sowie nach innen gestellt laufen. Mittlerweile hört Farah sooo gut!! Ein bisschen üben kann aber trotzdem nicht schaden und so ist Farah wenigstens beschäftigt und gefordert.

Ich merke aber schon, dass sie gerne wieder durch den Wald rennen möchte. Auf geradem Boden läuft sie auch schon recht problemlos, nur Steine bereiten ihr noch Schwierigkeiten. Das wird sich aber gewiss auch bald legen, und dann können wir wieder durch den Wald fetzen und alles unsicher machen!!! Ich glaube, wir freuen uns beide schon richtig darauf!!!

23.10.2013

Farah in BerlinPlatzstunde! Und Farah natürlich mittendrin! Auf dem weichen Boden lahmt sie kaum noch, sie geht nur ein bisschen vorsichtig. Auf alle Fälle hat sie sich von dem ganzen Trubel heute absolut nicht aus der Ruhe bringen lassen. Bei den vielen Ferienkindern hat es etwas länger gedauert, bis alle fertig waren.

Gut für Farah und mich, denn so hatten wir Zeit noch ein bisschen zu kuscheln! Ihre Küsse waren zwar sehr nass und hatten leichten Gras-Geschmack, waren aber trotzdem total  süß!!!

Auf dem Platz war sie dann ebenfalls völlig entspannt. Die kleinen Ponys liefen anfangs recht unkontrolliert durch die Gegend, weil die Reiter noch damit beschäftigt waren nach Gas- und Bremspedal zu suchen. Auch das mit dem lenken ist natürlich ein bisschen kompliziert, wenn man dem Pony selber sagen muss, wohin es gehen soll.

Farah brachte das ganze Kuddelmuddel aber nicht aus der Ruhe, sie hat ganz fleißig mit mir rechts und links innen kreuzen geübt und war auch beim nach innen stellen sehr sehr folgsam!! Auf dem Platzboden konnten wir auch ein bisschen traben, sie humpelte nicht mehr, lief aber sehr vorsichtig und hatte trotzdem großen Spaß mal wieder ein bisschen gefordert zu werden!! Alles in allem ein sehr gelungener Tag!!!

19.10.2013

Farah_8036Farah lahmt seit letztem Mittwoch. Es scheint nichts Schlimmes zu sein, aber sie kann vor allem auf Steinen nur sehr schlecht laufen. Deshalb haben wir auch nicht viel gemacht, sind nur spazieren gegangen und haben gekuschelt. Farah hat ein bisschen gegrast und ich habe mich neben sie gesetzt. Daraufhin stupste sie mich an, das Mäulchen voller Gras, als wolle sie fragen, ob ich nicht auch mal probieren wollte. Richtig lieb!!!

Ein wunderschöner warmer Herbsttag, den wir mal ganz entspannt genießen konnten. Auf der Wiese lahmte Farah auch fast gar nicht mehr, weil die Wiese weich und steinlos ist. So konnte wir noch ein bisschen innen kreuzen üben. Bei der Übung lasse ich das Pony nur mit der Hinterhand einen Kreis gehen und dabei mit den Hufen nach innen kreuzen. Das zeigt, dass sie mich respektiert! Kreuzt sie nach außen, rebelliert sie und stellt sie die Beine parallel, zögert sie noch. Mittlerweile hat Farah aber sehr gut verstanden, was ich von ihr möchte und kreuzt sehr schnell nach innen!!!

10.10.2013

Farah ganz entspanntHeute bin ich auf Farah vom Hof geritten und bin auch auf ihr wieder angekommen!!! Wir sind ganz toll die kleine Runde mitgegangen. Bei den ersten beiden Galoppstrecken ist Farah richtig schnell getrabt!!! Sie läuft sooo wunderschön! Nach der zweiten Galoppstrecke bin ich dann abgestiegen und habe Farah geführt und habe sie ein bisschen gestellt, damit sie lernt zu biegen. Mit dem Strick habe ich sie am Bauch angetickt, um sie vorwärts zu treiben und mit der anderen Hand habe ich den Kopf leicht zu mir gezogen. Sie war sehr folgsam und hat sich sofort richtig toll gebogen und ist trotzdem flott weitergelaufen!

Nachdem wir die dritte Galoppstrecke hochgeflitzt waren hat Yvonne mir wieder auf Farah geholfen. Sie stand einfach auf dem Weg, und es schien sie absolut nicht zu beeindrucken, dass Yvonne mich da wieder auf ihren Rücken schmeißt. Tolles Pony!!! Sie ist beim Aufsteigen mittlerweile so entspannt… Auch wenn Yvonne sagte, sie hätte auch nicht erwartet, dass Farah irgendetwas macht, ich finde es trotzdem immer wieder beeindruckend, wie sie jeden Tag aufs Neue beweist, was für ein tolles entspanntes Pony sie ist!!!

Farah im Schmetterlingsgarten

3.10.2013

Wir haben heute ganz fleißig lenken geübt! Nachdem ich schon auf dem Hof ganz alleine aufgestiegen bin, haben wir noch ein bisschen gekuschelt, bis die anderen endlich fertig waren. Habe ich schon mal erwähnt, dass Farah mittlerweile supercool und entspannt drauf ist? Die kleinen Ponys und Reiterkinder wuselten um uns herum wie Wellen um einen Fels in der Brandung. Farah als Ruhepol der nachmittäglichen Hektik… wer hätte das gedacht? ICH!!!

Mit dem alleine Losgehen klappte es irgendwie noch nicht so ganz, Farah hat wohl nicht verstanden, was ich von ihr wollte. Also haben wir mit dem Lenken angefangen. Mit dem linken Zügel habe ich ihren Hals in die richtige Richtung gebogen, mit dem rechten Zügel habe ich ein bisschen gegengehalten und meinen Körper habe ich ebenfalls nach links gedreht. So lag automatisch mein rechtes Bein ein bisschen enger an ihrem Bauch und hat ihr ebenfalls die Richtung gewiesen.

Auf jeden Fall ist Farah sehr folgsam nach links gegangen!!! Auch wenn sie weiter immer wieder zu Yvonne hinsteuerte, ist sie doch meiner Anweisung gefolgt und auf der gegenüberliegenden Wegseite gegangen!!! Sie hat wirklich richtig schnell verstanden, was ich von ihr wollte!!! Auch das Anhalten und Losgehen klappte prima. Sogar wenn Yvonne nicht genau neben Farah stand!!!

Außerdem haben wir heute Antraben geübt!!! Mit leichtem Schenkeldruck und „Allez  Terab!“ ist Farah tatsächlich angetrabt!!! Wir haben es geschafft ganz alleine anzutraben!!! Ich bin so stolz auf meine kleine Farah!!! Seit ich vor drei Wochen das erste Mal auf ihr drauf saß hat sie so viel gelernt! Es ist schon echt faszinierend, was sie alles kann, wenn sie will!!!

1.10.2013

Jippie, letzte Stunde fällt aus!!! Nichts wie los zu Farah!!! Wunderschöner, strahlend blauer Himmel, herbstliche Sonnenstrahlen wärmen die kühle Luft und Farah kommt mir freudig entgegen! Gibt es etwas Schöneres? Auf Anhieb würde ich sagen, es kann nichts Besseres geben. Aber da hab ich nicht mit Farah gerechnet. Na, seid ihr neugierig, wie sie es geschafft hat, mich sooo glücklich zu machen?

Also zuerst einmal war sie heute supercool drauf. Ich habe sie geputzt und bin dann mit ihr zur Aufstieghilfe gegangen, um ein bisschen mit ihr drauflegen und -sitzen zu üben. Sie war völlig entspannt und ich durfte auf ihr sitzen und sie streicheln, als wäre es das Normalste auf der ganzen Welt.

Dann kam Yvonne auf uns zu und meinte, sie habe ein bisschen Zeit und könnte mit uns mitgehen. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, denn das bedeutet, dass ich auf Farah reiten und ihr Zügel- und Schenkelhilfen beibringen darf!!! Und weil Farah bereits so entspannt war, durfte ich auch bereits auf dem Hof aufsteigen und mit Farah auf die anderen warten. Während Yvonne noch einigen Kindern und deren Ponys geholfen hat, standen Farah und ich seelenruhig in der Weltgeschichte herum, als ginge uns der ganze Trubel überhaupt nichts an. Oder wie Angelika es treffend zusammenfasste, als wir endlich losgingen: „Wie, du sitzt schon drauf?!“ „Ähm ja, seit zehn Minuten…“

Als wir unter einem Baum durchgeritten sind, habe ich ohne viel nachzudenken, den Ast über mich gehoben. Bis mir plötzlich aufgefallen ist, dass ich ja auf Farah sitze und sie sich möglicherweise furchtbar erschrecken könnte. Aber dieses wundervolle entspannte Pony ist nur einen Schritt zur Seite gegangen und hat überrascht geschaut, als wolle sie sagen: „Was machst du denn da oben für einen Blödsinn?!“  Und ich war extrem erleichtert!!!

Unterwegs habe ich immer wieder mit Farah Anhalten geübt. Das klappt mittlerweile schon richtig prima!!!  Also haben wir den Schwierigkeitsgrad erhöht und uns dem Weitergehen gewidmet. Mit ganz leichtem Schenkeldruck und einem immer wieder gesagten „Weiter!“. So lange, bis Farah verstand, was wir von ihr wollten. Und ich habe sie ein bisschen gelenkt! Der eine Zügel lag an ihrem Hals, den Anderen habe ich zur Seite gezogen, um ihren Hals zu biegen und sie in die richtige Richtung zu lotsen. Und sie hat mich tatsächlich verstanden, denn sie ist meinem Zug gefolgt und ohne Yvonnes zutun um die Kurve gegangen!!!

Farah am EifelturmBei der zweiten und dritten (!!!) Galoppstrecke sind wir dann wieder getrabt!!! Richtig schnell, entspannt und weich!!! Es war so toll!!! Ich glaube ich war noch niemals so glücklich!!! Ich war Yvonne so dankbar, dass sie mir so super hilft, Farah alles beizubringen, und ich war Farah so dankbar, dass sie nun endlich so cool und entspannt ist und mir wirklich das Gefühl gibt, mit mir laufen zu wollen!!!

29.9.2013

Heute sind Farah und ich nur durch den Wald gerannt. Das ist auch immer mal wieder nötig, um Farah die Möglichkeit zu geben sich auszutoben. Und diese Möglichkeit hat sie heute genutzt! Sie wollte unbedingt laufen und ist bereits bei der ersten Galoppstrecke richtig schnell galoppiert. Dabei war sie aber nicht unverschämt und hat nicht am Strick gerissen, sondern hatte den Hals wunderschön gebogen und ist kraftvoll galoppiert. Ich kann sie auch in vollem Galopp noch sehr gut halten, solange sie den Kopf gebogen und leicht nach innen geneigt hält. So zeigt sie mir, dass sie zwar sehr schnell laufen möchte, aber trotzdem noch auf mich hört.

Farah am MeerEs war für uns beide richtig schön und befreiend, so schnell laufen zu dürfen. Und es macht mich wirklich stolz, zu wissen, dass Farah bei mir bleiben und auf mich hören möchte! Denn wenn sie wollte, könnte sie auch den Hals in die andere Richtung drehen, mir den Strick durch die Hand ziehen und laufen. Dass sie gerne mit mir gemeinsam laufen möchte, zeigt mir wie viel Vertrauen Farah in mich hat. Und das ist der Grund warum ich sie liebe!!!

26.9.2013

Genau wie am Sonntag bin ich heute wieder ganz am Anfang aufgestiegen. Farah musste sich nicht einmal mehr lange sortieren, sondern ist gleich losgegangen! Wir gehen bei den Galoppstrecken nun hinten, weil Farah das gewohnt ist und sie die anderen so noch sehen kann. Alleine geht sie nämlich nicht so gerne. Bei der zweiten Galoppstrecke sind wir dann zum ersten Mal richtig getrabt!!! Ich liebe Farahs Großpferdetrab! Der ist wunderschön weich und toll zu sitzen. Yvonne meinte, dass Farah vermutlich sogar mit mir galoppiert wäre, wenn sie schneller gelaufen wäre.  Aber das können wir ja immer noch machen, wenn ich Farah alleine reiten kann.

Nach diesem tollen Erfolg haben wir dann begonnen, Farah beizubringen auf die Zügel zu hören. Wenn ich „Hoh Halt!“, sage und dabei an den Zügeln ziehe, sollte sie stehen bleiben. Anfangs war sie noch ein bisschen verwirrt, dass sie stehen bleiben sollte, obwohl Yvonne neben ihr weitergegangen ist, aber nach einigen Versuchen klappte es schon richtig prima und schnell!!!

Die dritte und vierte Galoppstrecke bin ich dann mit Farah gelaufen. Zur Belohnung, damit sie ein bisschen galoppieren kann. Und damit sie sich abregen kann. Genau wie am Sonntag hat sie auf der vierten Galoppstrecke nämlich angefangen zu buckeln. Ich habe sie direkt rückwärts gerichtet, damit sie lernt, dass sie das nicht soll und damit ich sie wieder unter Kontrolle habe und wir weiterrennen können. Aber ich war schon sehr froh, dass sie ohne Reiter gebuckelt hat und nicht mit.

Am Ende waren alle glücklich. Ich weiß gar nicht, wer sich mehr gefreut hat, Angelika, Yvonne, Farah oder ich. Auf jeden Fall habe ich hinterher noch ausgiebig mit Farah gekuschelt. Sie hat ihren Kopf auf meinen Arm gelegt und war ganz bei mir!!! Das war so wunderschön!!! Sie beweist mir immer wieder, dass ich ihr vertrauen kann.

22.9.2013

Ich bin heute die dreiviertel Runde geritten!!! Farah ist ganz ruhig und behutsam mitgegangen!!! Und an der ersten Galoppstrecke konnten wir sogar vorgehen, natürlich geführt. Farah hat zwar nach den Anderen gerufen, war aber nicht angespannt. Sie war also verwundert, hat uns aber vertraut und ist mitgegangen.

Bei der zweiten Galoppstrecke ist sie dann sogar ein bisschen gejoggt! Als sei es das Normalste auf der ganzen Welt!  Sie hat einen wunderbar weichen Gang und scheint sich gar nicht an meinem Gewicht zu stören. Sie knabbert sogar gerne mal ein bisschen an meinen Füßen. Na wenn’s schmeckt…

19.9.2013

In der Zwischenzeit sind Farah und ich fleißig zusammen gelaufen. Heute konnte ich wieder ein Stückchen reiten – dreimal so weit wie letzte Woche!!! Wir sind die halbe dritte Galoppstrecke hochgegangen, natürlich im Schritt. Farah war so ruhig und entspannt!!! Als hätte sie nie etwas anderes getan! Es ist so wunderschön auf ihr zu reiten!!!

12.9.2013

Monate lang habe ich mit Farah trainiert. Ich habe mich auf dem Hof und auch unterwegs immer wieder vorsichtig auf sie draufgelegt, um sie an mein Gewicht zu gewöhnen. Am Anfang war sie noch sehr schreckhaft und ist immer rückwärts gegangen, sobald wir einer Bank begegneten. Immer wieder habe ich sie langsam nach vorne geführt und die Bank begutachten lassen, bis es schließlich möglich war, sie von einer Bank oder Aufstieghilfe aus zu putzen.

Bis ich mich auf sie drauflegen durfte vergingen weitere Wochen, in denen sie langsam gelernt hat, dass es nicht gefährlich ist und sie keine Angst haben braucht. Mittlerweile lässt sie sich an jede Bank führen und bleibt geduldig stehen, während ich mich auf sie drauflege oder sogar draufsetze!

Heute war es dann endlich soweit:

Yvonne, die mir die ganze Zeit mit Rat und Tat zur Seite stand, ist mit Farah und mir in der kleinen Runde mitgegangen. An der ersten Bank habe ich mich lediglich draufgelegt – es klappte super!!! Nach der zweiten Galoppstrecke habe ich Farah dann wieder zur Bank geführt, habe Yvonne den Strick gegeben und habe mich vorsichtig daraufgesetzt…

Farah war superlieb!!! Sie hat nichts gemacht!!! Die ersten paar Schritte war sie ein bisschen verunsichert, aber als Yvonne ihr versichert hat, dass kein Grund zur Sorge besteht, ist sie ganz lieb und entspannt mitgegangen!!!

Ich glaube Reiten war noch niemals so schön!!! Ihr Gang war so weich und vertrauensvoll und sie hat lediglich ein bisschen an meinem Schuh geknabbert. Als wolle sie sagen: „Was ist das denn für ein seltsames Ding, das ich da auf meinem Rücken spazieren trage?“ Sie hat mal wieder bewiesen, dass sie das beste Pony auf der ganzen Welt ist und dass es sich lohnt, für sie zu kämpfen!!!