Parken könnt ihr auf dem Wanderparkplatz Oberelfringhausen (Felderbachstraße 118, 45529 Hattingen). Vorn dort aus führt ein Weg zu unserem neuen Heim.
Die Bushaltestelle direkt an unserem Hof heißt Kiekers Kühls. Dort hält die Linie 634. Sie verkehrt alle zwei Stunden zwischen Wuppertal-Barmen und Velbert-Nierenhof.
Den ganzen Morgen stand Celli neben ihrer Mama und langweilte sich. Es passierte aber auch rein gar nichts. Die Ponys waren auf der Weide. Nur Farah und Fanny standen noch im Stall und die hatten keine Lust mit ihr zu spielen.
Nach dem Mittagessen war es dann so weit. Zum ersten Mal durfte Celli mit ihrer Mama auf die Weide!
Auf dem Weg zum nächsten Abenteuer
„Warte Mama warte! Wo geh ich denn nur lang? Vielleicht hier nach links?“
„Celli! Bleib bei mir!! Du verirrst dich noch!“
„Jippieh! Sie nur! Da sind die anderen Ponys! Nichts wie hin!“
Endlich darf Celli über die Weide rennen!
Celli stürmte los und Cassie raste hinterher. Auf der Weide wurden sie von ihrer aufgeregten Herde erwartet. Gemeinsam rannten sie quer über die ganze Wiese, immer wieder hoch und runter!
Die ganze Herde blieb nah bei ihrem Fohlen. Jeder wollte aufpassen und mit dem kleinen Neuling spielen. Selbst die Pferde auf den anderen Weiden wurden ganz aufgeregt und rannten auf und ab!
Schließlich wurden sie müde und wollten nach Hause. Celli blieb brav bei ihrer Mama, hatte sich aber mit einigen der anderen Ponys angefreundet.
„Das Fohlen ist da, alles gut!“, erreichte mich am Sonntag Morgen die Nachricht. Eigentlich viel zu früh, denn der Geburtstermin sollte im Oktober sein.
Natürlich habe ich Angelika sofort angerufen und wollte nähere Informationen erhalten. Doch viel mehr als die Farbe konnte ich nicht herausfinden, denn kaum wollte Angelika mir ausführlich von dem Fohlen erzählen, da beschloss Celli, dass es Zeit für ihr morgendliches Bad sei. Zuerst stieg sie mit den Füßen in den großen Trinkkübel, dann stürzte sie sich kopfüber in die feuchten Fluten.
Doch da kam sie nicht mehr heraus! Cassandra rannte aufgeregt auf und ab und Angelika schrie nach Hilfe, die dann in Form des Stallburschen zum Glück sofort zur Stelle war. Mit seinen kräftigen Armen zog er das nasse Fohlen wieder aus dem Kübel.
Gemeinsam brachten sie Cassie und Celli in die leere Box. Todmüde von diesem Abenteuer schlief C’est la vie sofort ein. Vielleicht träumte sie ja schon von ihrem ersten Weidegang?
Am 11. September 2016 präsentierte Cassandra uns ganz stolz ihre kleine C’est la vie! Ganz ohne menschliche Hilfe brachte sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag ihr Fohlen zur Welt.
Quicklebendig und sehr neugierig stakst Cellie über den Paddock und erkundet ihre neue Welt!
„Wir dürfen wieder reiten, wir dürfen wieder reiten!!! Yippie Yippie Yeah! Schritt, Trab, Galopp, zwischendurch mal ein Häppchen Gras! Alles ist perfekt!
Ein Häppchen Gras ist aber ein bisschen wenig für so ein großes hungriges Pony wie mich, meint ihr? Jaa, da habt ihr natürlich Recht! Aber da haben wir eine Lösung gefunden! Ich darf wieder mit auf die Wiese!!! Den ganzen Tag! Auch wenn ich es noch nicht geschafft habe Angelika beizubringen, dass sie mich als erste rausbringt. Aber das schaff
Du bist seeeehr gemütlich, Farah!
ich auch noch. Ist ja klar, dass sie sich auch erst wieder dran gewöhnen muss, dass ihre Lieblingsfarah wieder mit nach draußen darf.“
„Das ist ja schön, dass du so viel zu erzählen hast, Farah. Aber wollen wir nicht langsam losreiten?
„Reiten? Oh cooool!! Los, beeil dich!“
„Weißt du eigentlich, dass ich auch im Liegen reiten kann?“
„Hast du das früher schon mal gemacht? Los, zeig!
„Dann geh bitte mal ganz brav geradeaus!“
„Selbstvertürlich! Du kennst mich doch! Als ob ich jemals Unfug im Kopf gehabt hätte!… Oh!!! Ein Stein! HOPS! Da musste ich kurz ausweichen! Ups, ein Grashalm schießt vor mir aus dem Boden! Vollbremsung! Das war knapp!… Jaja, ich geh ja schon weite… Angelika verteilt Leckerchen! Nix wie hin!!!“
Wir sind die größten!!!
Hier hatte Farah noch Faxen im Kopf, doch als wir den Schwierigkeitsgrad unserer Übungen erhöhten, begann auch sie sich zu konzentrieren. Kniete oder stand ich auf ihrem Rücken machte sie keine Anstalten loszutraben oder zu galoppieren. Da konnte die wilde Ponymeute die Galoppstrecke hinaufflitzen als wäre ein Rudel Wölfe hinter ihnen her, Farah blieb ruhig und ging weiter Schritt.
„Wenn ich laufe fällst du da bestimmt runter! Ernsthaft, das müssen wir doch nicht riskieren!“
„Farah! Was ist denn mit dir los? Wieso bist du auf einmal so vernünftig?“
„Aaaach, bin ich doch gar nicht! Ich pass bloß auf dich auf! So und jetzt setz dich hin, ich will galoppieren!“
Drei Monate lang habe ich nun Pause gemacht. Ich konnte kaum laufen, weil mir meine Hufe so wehtaten. Stattdessen habe ich die ganze Zeit in der weichen Box gestanden oder gelegen und mich so wenig wie möglich bewegt. Natürlich habe ich viele Medikamente bekommen und das Schmerzmittel hat mir geholfen, die Zeit zu überstehen, aber ich hatte nicht wirklich viel Lust etwas zu machen.
Nicht einmal ausgebrochen bin ich! Stellt euch das mal vor!
Zum Glück sind aber gaaaaaanz viele große und kleine Reiter vorbeigekommen und haben mit mir gekuschelt. Da habe ich mich jeden Tag drauf gefreut! Zwischendurch wurde ich sogar immer mal wieder geputzt und gebürstet! So eine Massage kann natürlich so manche Wunder wirken. Genauso wie Schokolade.
Wie? Ihr kennt die Geschichte noch nicht?
Könnt ihr euch das vorstellen???
Aaaaalso. Am ersten April kam Annabelle auf die glorreiche Idee mir einen Schokoladenosterhasen mitzubringen. Denn Schokolade hilft immer und gegen alles! Doch statt nur ein Stückchen zu essen hab ich natürlich den gaaaanzen Osterhasen aufgefuttert! Viel hilft schließlich viel, oder?
So jedenfalls hat Annabelle die Geschichte herum erzählt. Und wisst ihr was am besten ist? Alle haben sie ihr geglaubt! Wirklich!!! Viele haben sich sogar einige Tage später erkundet ob ich die Schokolade denn vertragen hätte! Ja kennt denn keiner mehr den ersten April?
Jetzt bin ich auf jeden Fall wieder top fit!! Immer wenn Angelika die Tür öffnet um ein Pony herauszuholen stehe ich ganz unauffällig daneben und warte darauf mich hinauszuschleichen! Hehehe!!! Das hat schon ein paarmal richtig gut geklappt!
Ich hab noch ganz viele andere Tricks auf Lager! Zum Beispiel beobachte ich sehr genau wann eine Tür nicht richtig eingehackt ist. Dann kann ich sie mit meiner kräftigen Nase aufschieben! Aber bitte nicht weitersagen, ja?
Ich hab auch wieder unsere berühmten Mitternachtspartys organisiert! Wie damals, als ich noch ein süßes kleines Farinchen war. Es ist eigentlich gar nicht so schwer, ein starkes Pony drückt mit voller Körperkraft gegen eine der unteren Zaunlatten bis diese herunterfällt. Und schon schleichen sich alle hinaus und machen den Hof unsicher, räumen Stühle um, suchen nach Möhren und Äpfeln und machen einen Mitternachtsspaziergang mit anschließendem Picknick.
Ich bin hochkonzentriert!!! Wo war nochmal links?
Es gab dieses Mal nur ein Problem, das hatte ich nicht so ganz bedacht. Ich bin zu groß geworden um unter dem Zaun hindurch zu krabbeln!!! So konnten Cassie und ich nur zusehen wie die Ponymeute ihren Spaß hatte!! Das war fies! Seitdem mache ich jeden Tag Dehnübungen, damit ich wieder so gelenkig werde wie früher!
Annabelle hilft mir dabei! Wir dürfen nun endlich wieder gemeinsam nach draußen und spazieren gehen! Und da üben wir wieder fleißig unsere ganzen Tricks! Hallo sagen kann ich zum Beispiel noch sehr gut! Ihr wollt es sehen? Dann sprecht Annabelle doch einfach beim nächsten Mal drauf an, dann zeigen wir es euch!